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Andreas, Gitarre und Gesang Ich verpasse immer wieder Rock-Konzerte! So zum Beispiel im August 1969. Woodstock geht ohne mich über die Bühne. Ich lasse mir Jimi Hendrix und Jefferson Airplane entgehen. Ging auch gar nicht - denn zu dem Zeitpunkt liege ich etwa 7000 km östlich in Pye/ Osnab&ruuml;ck und mache mal wieder die Windeln voll. Erst kurz vorher - am 21. Juli habe ich in Rheine/ Nordrhein Westphalen um zwei Uhr nachts das elektrische Licht der Welt erblickt.

Zeitgleich ungefähr ist Apollo 12 auf dem Mond gelandet! Dass also das kosmische Element irgendwie auf meinen Musikgeschmack abgefärbt hat, ist gar nicht so verwunderlich. Kaum Teenager geworden tönen aus den Boxen meiner frisch erworbenen Stereoanlage zunächst die üblichen Klänge der achtziger Jahre: Alphaville, Depeche Mode, Ultravox, Yes "Owner Of The Lonely Heart" - und dann plötzlich entdecke ich die Musik der sechziger Jahre: Beatles, Rolling Stones, Jimi Hendrix, Doors und Pink Floyd. Die musikalische Bestimmung ist zumindest theoretisch gefunden. Aber es dauert noch bis zu meinem siebzehnten Geburtstag, bis ich - inspiriert durch Akribie, die Punk-Band an unserer Schule- endlich selbst zur Gitarre greife. Unsere Schule, das Käthe Kollwitz Gymnasium, gibt es schon lange nicht mehr. Die Band löste sich kurze Zeit später auf. Auch der Sänger Arnold Proebsting ist leider schon verstorben. Er starb 1992 im Alter von nur 23 Jahren. Seine verrückten Ideen und seine provozierend sympathische Art soll mir immer im Gedächtnis bleiben.

Zunächst bin ich ganz stolz darüber, dass ich die Pink Floyd-Ballade "Julia Dream" auf Gitarre begleiten kann. Ich wechsele aber sehr bald zum E-Bass. Jaco Pastorius und Donald Duck Dunn sind zunächst meine wahren Helden. In der Tanke meines Vaters in der Osnabrücker Innenstadt proben wir zunächst mit meiner Band Arrival - bis sich der Schlagzeuger mit einem freundlichen Anruf in eine andere Stadt verabschiedet und damit das Schicksal dieser Band besiegelt. Mit meinem jüngeren Bruder und seinem Gitarren-Kumpel heizen wir 1991 den Abgängern der Realschule Belm ein. Natürlich stehen dabei Klassiker wie "Another Brick In The Wall" und "Hurra Hurra, die Schule brennt" auf dem Programm. Ende 1991 bis zum Sommer 1992 bin ich als Bassist in diversen kommerziellen Nachspielbands unterwegs. Mit Port Cincos bin ich im März 1992 erstmalig in einem Aufnahmstudio. Es entsteht die Single "I Need You". Januar 1993 schließe ich mich den Folkrockern Desert Awakening an. Bis September 1995 gehöre ich zu der Band und kann wärend dieser Zeit auf Auftritte im Sauerland, Vechta und Ostwestphalen verweisen. Meine nächste Station ist Weevil XT. Hier spiele ich von 1995 bis 1998. Psychedelisches mischt sich mit Jazz, Surf- und Beat-Musik und Komik im Stile Helge Schneiders. Passt auch gut: Unser Organist hieß HELGE und ich bin SCHNEIDER. Ich versuche endlich mein Studium zu beenden und erschließe mir so langsam ein Perspektive als Freiberufler - ich versuche Kindern und Jugendlichen das Gitarre-Spielen beizubringen. An Beatles und Pink Floyd kommt bei mir keiner vorbei, dass ihr's wisst! Mit Beelzebub Airlines und ToM habe ich endlich auch wieder vernünftige Bands am Start - äh - und natürlich mit Cosmic Mindshare!

Rock on!